Nach § 548 BGB, hat der Mieter die durch den vertragsgemäßen Gebrauch der Mietwohnung herbeigeführten Veränderungen oder Verschlechterungen der Mietsache nicht zu vertreten. Hier trifft den Vermieter grundsätzlich die Pflicht, die durch normalen vertragsgemäßen Verbrauch entstandenen Verschlechterungen auf seine Kosten zu beseitigen. Ausnahme: Der Mieter hat sich vertraglich zur Übernahme von Instandhaltungsmaßnahmen oder Schönheitsreparaturen verpflichtet. Vertragsgemäßer Gebrauch ja oder nein?   Badewanne: nein: Nach einer mehrjährigen Nutzungsdauer (über 10 Jahre) ist es normal und hinzunehmen, dass der Emaie- Belag der Wanne stumpf wird. Das gilt als typische Abnutzungserscheinung. Gleiches gilt für kleine Kratzer in einer Kunststoffwanne. ja: Emailabsplitterungen im größeren Umfang oder eine großflächig oder tief verkratzte Kunststoffwanne deuten dagegen auf einen unsachgemäßen Gebrauch hin, so dass der Mieter dafür einstehen muss. Bodenbeläge: nein: Ein allmähliches Abtreten/Verschleißen eines mitvermieteten Teppichbodens. Als Richtwert kann gelten, dass ein Teppichboden durchschnittlicher Qualität ca. 10- 15 Jahre bei pfleglicher Behandlung halten sollte. ja: Schäden am Unterbelag, die durch Verkleben und/oder Entfernen des Teppichbodens entstehen soweit diese für den Mieter vorhersehbar sind. In der Regel muss sich der Vermieter aber einen Abzug “neu für alt” gefallen lassen. nein: Schweres Mobiliar, welches Abdrücke im Teppichboden/Parkett hinterlässt. Der Mieter soll  jedoch verpflichtet sein, die Abdrücke nach Möglichkeit zu vermeiden (Unterlegscheiben usw.) ja: Schäden durch so genannte Pfennigabsätze im Parkett. Der Mieter kann verpflichtet werden das Parkett neu abschleifen zu lassen, wobei der Vermieter sich in der Regel einen Abzug “neu für alt” gefallen lassen muss. nein: Bei Geschäftsraummiete. ja: Brandlöcher im Teppichboden oder Parkett, es sei denn, der Vermieter oder seine Handwerker haben den Schaden verursacht. nein: Flecken auf dem Bodenbelag von auf dem Balkon oder Terrasse aufgestellten Blumenkübeln und Mobiliar sollen vertragsgemäßer Benutzung entsprechen. Dem kann nur insoweit zugestimmt werden, als der Mieter das ihm Zumutbare unternommen hat, den Bodenbelag des Balkons oder der Terrasse vor typischen Gebrauchsschäden, etwa durch Übergießen, zu schützen. (Untertopf) Unvermeidliche Tropfspuren durch Regen oder Farbunterschiede des Belags, wie sie z.B. durch die unterschiedliche Sonneneinwirkung auf dem Belag erfolgen, sind, wenn nichts Besonderes vereinbart ist, vom Vermieter hinzunehmen. Brandschaden ja: Grundsätzlich haftet der Mieter, etwa bei falscher Aufstellung elektrischer oder anderer Öfen, unvorsichtigem Umgang mit Gasflaschen oder auch bei mangelhafter Installation einer Heizung durch einen vom Mieter beauftragten Handwerker (§ 278 BGB). Gleiches gilt für laienhafte elektrische Installationen, die einen Brandschaden verursachen. nein: Brandschaden durch Implosion eines Fernsehgeräts, da der Mieter dafür nichts kann. Dübel nein: Die Anbringung einer gewissen Anzahl von Dübeln mit der Folge von Löchern in Wänden und Decken ist normalerweise vertragsgemäß, soweit das übliche Maß nicht überschritten wird. Für die Beurteilung, was vertragsgemäß ist oder nicht, existieren keine allgemein verbindlichen Vorgaben, hier kommt es also auf den Einzelfall an. Einige wenige Dübellöcher dürften regelmäßig einer vertraglich vereinbarten Nutzung entsprechen. ja: Bei aufwändigen Regal- oder Hängekonstruktionen mit z.B. mehreren Dutzenden Dübeln an einer Wand kann der Mieter auch ohne die vertragliche Übernahme von Schönheitsreparaturen verpflichtet sein, die betroffene(n) Wand (Wände) zu renovieren.   Das Durchbohren oder Anbohren von Kacheln oder Fliesen bedarf regelmäßig der Zustimmung des Vermieters. Normale Dübellöcher können ohne nachhaltige Beschädigung wieder beseitigt werden, Kacheln und Fliesen bleiben auf Dauer durchbohrt. Der Vermieter ist nämlich nicht verpflichtet, Ersatzfliesen oder Kacheln zu bevorraten. Zwar hat der Mieter einen Anspruch auf Zustimmung des Vermieters zur Anbringung eines Badspiegels usw. im Rahmen der üblichen Nutzung, doch muss er sich vorher erkundigen, ob es nicht andere  sichere Anbringungstechniken für das Möbelstück, etwa Bohren in Fugen oder moderne Klebetechniken, gibt und diese gegebenenfalls einsetzen. Andernfalls kann sich der Mieter schadenersatzpflichtig machen und hat dann neue Fliesen oder Kacheln einzusetzen. (LG Göttingen, WuM 90, 199 und AG Warendorf 1983, S. 235.) Das Bohren in Kachel- oder Fliesenfugen ohne Beschädigung der Kacheln oder Fliesen ist grundsätzlich zulässig. Überstreicht der Mieter Wandfliesen und lässt sich die Farbe nicht mehr oder nur teilweise entfernen, muss der Mieter neu fliesen oder die Kosten dafür tragen. Bei sehr alten Fliesen (ca. 30 Jahre) kann der Mieter einen 50%-igen Abzug “Neu für alt” vornehmen. Feuchtigkeitsschäden Feuchtigkeitsschäden wie Schimmelbildung oder Wasserflecken hat der Mieter dem Vermieter in jedem Fall unverzüglich anzuzeigen. ja: Der Mieter hat zumeist diese Schäden zu vertreten und auf seine Kosten zu beseitigen, die auf nicht ausreichender Belüftung oder Beheizung der Wohnräume beruhen, denn der Mieter hat die Mietsache schonend zu behandeln, wozu auch die zumutbare Vermeidung von Feuchtigkeitsschäden gehört. Dem Mieter hilft dabei nicht, wenn er auf angebliche bauliche Mängel der Mietsache verweist, etwa eine fehlende oder veraltete Wärmedämmung des Gebäudes, denn er muss im Rahmen der Zumutbarkeit sein Verhalten auf die Beschaffenheit der Mieträume abstellen. Das bedeutet, dass er unter diesen Umständen verpflichtet sein kann, mehr zu heizen als üblich. ( z.B. LG Hamburg WuM 1990, 290) Auch wenn nachträglich Veränderungen an der Wohnung vorgenommen wurden, etwa der Einbau von dichtschließenden Isolierglasfenstern, muss sich der Mieter den geänderten Gegebenheiten anpassen und z.B. entsprechend mehr lüften. nein: Der berufstätige Mieter ist aber nicht verpflichtet, für eine mehrmalige tägliche Lüftung der Räume auch durch andere Personen zu sorgen. Die Verpflichtung des Mieters zur Vermeidung von Schäden an der Wohnung schließt jedoch keinesfalls aus, dass er berechtigt sein kann, die Miete zu mindern. Insbesondere wenn weit überdurchschnittlicher Aufwand betrieben werden muss um Schäden an der Wohnung zu vermeiden, kann dadurch die Gebrauchstauglichkeit der Wohnung eingeschränkt sein. Dann erwächst dem Mieter ein Anspruch aus § 537 BGB auf Minderung des Mietzinses. Frostschäden Diese treten zumeist als Schäden an Wasserleitungen und Heizungen durch Einfrieren und Platzen der Leitungen auf. Frostschäden hat der Mieter zu verantworten, soweit er es unterlassen hat, zumutbare Vorkehrungen gegen diese Schäden zu treffen. Grundsätzlich hat der Mieter dafür Sorge zu tragen, dass solche Leitungen, auch wenn Sie nicht dem Stand der Technik entsprechen und z.B. die Isolierung fehlt, nicht einfrieren. Dies kann durch Entleeren der Leitungen im Herbst erfolgen und, wo das nicht möglich ist, durch mäßiges Heizen der Räume. Der Mieter hat die erforderlichen Vorkehrungen zu treffen. Wo ihm das nicht möglich ist, etwa bei einer längeren Reise, muss er andere Personen mit der Obhut beauftragen und den Vermieter benachrichtigen. nein: Ist ihm das Treffen solcher Vorkehrungen nicht zumutbar, etwa weil die Wasserleitung an unzugänglicher, gefährlicher oder nur an über Spezialgerät erreichbarer Stelle liegt oder der Raum nicht heizbar ist, oder die Maßnahmen eine erhebliche Summe Geld kosten, hat er den Vermieter rechtzeitig zu informieren, damit dieser Vorkehrungen zur Schadensvermeidung treffen kann. nein: Der Mieter haftet nicht für alles. Wenn der Mieter nichts von einer  z.B. in einer Außenwand liegenden Leitung weiß, kann er für einen entstehenden Schaden auch nicht haftbar gemacht werden. Schäden durch Tierhaltung ja: Die Erlaubnis des Vermieters zur Tierhaltung bedeutet nicht gleichzeitig, dass er den Mieter von der Schadenshaftung freistellt. Eine durch Tiere bedingte intensivere Abnutzung der Wohnung hat der Mieter zu vertreten, wenn die Schäden über die sonstige vertragsgemäße Abnutzung der Wohnung hinausgehen, z.B. Biss- und Kratzspuren an Türen und anderen Einrichtungsgegenständen. Außerdem haftet der Mieter für sein(e) Tier(e) aus der Tierhalterhaftung gemäß § 833 BGB. Der Mieter muss bei der Aufstellung eines Aquariums die Tragfähigkeit des Bodens berücksichtigen. Schäden am Boden entstehen zumeist durch zu hohe Lasten. Wer ein Aquarium aufstellen will, sollte sich vorher beim Vermieter erkundigen, welche dauernde Lasten der Boden aushält. Gewöhnlich sind das bei Wohnraum ca. 250 kg/qm. Bei älteren Häusern kann dies schon einmal darunter liegen. In jedem Fall empfiehlt sich der Abschluss einer Versicherung gegen Wasserschäden, s. u.. Umzugsschäden nein: Die vertragliche Vereinbarung einer Pauschale für Umzugsschäden im Treppenhaus ist als verschuldensunabhängige Vertragsstrafe unwirksam. ja: Durch bei Umzug tatsächlich entstandene Schäden an der Wohnung oder im Treppenhaus sind vom Mieter zu ersetzen. Sind Schäden durch das beauftragte Umzugsunternehmen entstanden, kann bei diesem Regress genommen werden. Wasserschäden ja: Für Wasserschäden haftet der Mieter im üblichen Umfang, das heißt, soweit der Schaden in seinem Verantwortungsbereich liegt. Wer den Wasserhahn offen lässt, ist natürlich zum Ersatz des dadurch entstehenden Wasserschadens verpflichtet. Selbst angebrachte Wasserzu- und Ableitungen (Schläuche z.B.) sollte der Mieter regelmäßig auf festen Sitz und Porösität kontrollieren, um z.B. einem Platzen des Schlauches vorzubeugen. Beim Gebrauch von Spül- oder Waschmaschinen kann sich der Mieter nicht darauf verlassen, dass alles seine Ordnung hat. Die Benutzung oder Installation solcher Maschinen schafft grundsätzlich eine Gefahrenquelle mit dem Ergebnis, dass den Mieter gesteigerte Sorgfaltspflichten beim Betrieb solcher Geräte treffen. Grundsätzlich kann gesagt werden: Der Zuleitungsschlauch zur Wasch- oder Spülmaschine muss an einem abstellbaren Wasserhahn angeschlossen sein und dieser darf nur für die Dauer des Betriebs des Gerätes geöffnet sein. Den Betrieb des Gerätes muss der Mieter beaufsichtigen. Dies heißt jedoch nicht, dass er ständig bei der Maschine sein muss, es ist ausreichend, wenn der Mieter in kurzen Abständen ( ca. 10-15 Minuten) sich vom ordnungsgemäßen Zustand des Geräts informiert und er die Möglichkeit hat, durch Offen- Stehen- Lassen von Türen usw. einen eventuellen Wasseraustritt frühzeitig festzustellen und zu bekämpfen. Der Mieter darf also nicht ohne weiteres einkaufen gehen, wenn seine Wasch- oder Spülmaschine in Betrieb ist, da er einen Wasseraustritt so nicht verhindern oder wenigstens begrenzen kann. nein: Ist die Wasserzuleitung allerdings mit einer technischen Sicherungsanlage versehen, darf der Mieter nach einem gewissen längeren Zeitraum, etwa mehrere Monate, in dem die Anlage ordnungsgemäß funktioniert hat und die Funktionstüchtigkeit durch eine oder mehrere Statuskontrollleuchten angezeigt wird, davon ausgehen, dass die Anlage funktioniert. Entsprechend muss er nicht mehr mit verborgenen Mängeln rechnen und muss nicht mehr ständig kontrollieren. Der Mieter darf dann für kürzere Einkäufe außer Haus gehen. Der Mieter ist nicht zur periodischen Wartung moderner und haushaltsüblicher Geräte verpflichtet. Man sollte ich also immer erst erkundigen, welche Schäden durch gewöhnlichem Gebrauch in einer Mietwohnung entstanden sein können und was Abnutzung durch gewöhnlichen Gebrauch überhaupt ist. Vom Vermieter mitvermietete Gegenstände, wie z.B. Kühlschrank, Spülmaschine usw., muss der Mieter pfleglich behandeln. Bei Beschädigungen, die über normale Abnutzung hinausgehen, kann der Vermieter Schadensersatz verlangen. Allerdings nicht, wenn die übliche Lebensdauer der Gegenstände überschritten ist (AG Hamburg 43a C 273/99 Vom Vermieter mitvermietete Gegenstände, wie z.B. Kühlschrank, Spülmaschine usw., muss der Mieter pfleglich behandeln. Bei Beschädigungen, die über normale Abnutzung hinausgehen, kann der Vermieter Schadensersatz verlangen. Allerdings nicht, wenn die übliche Lebensdauer der Gegenstände überschritten ist (AG Hamburg 43a C 273/99. Abnutzung durch gewöhnlichen Gebrauch           Vorschau Ratgeber! Mietrecht2013 Mietrecht2013 Forum Mietrecht (Mieter und Vermieter in einem Haus Vorteil oder Nachteil?) Impressum Musterschreiben Startseite Kündigung Mietvertrag AMK Anwälte AMK Logo Recht- Gesetz- Urteile Nebenkostenabrechnung prüfen! Mietminderungstabelle!! AufforderungKündigung Mietvertrag Kaution zurückzahlen Mietminderungsschreiben Meldung Feuchtigkeit Abnahmeprotokoll Vorlage weitere Formulare Mietminderung Abfluss verstopft Abnahmeprotokoll Mietwohnung Wasser in Nebenkostenabrechnung Mietminderung bei Ameisen Nebenkosten Aufzugskosten Abmahnung Mietzahlung Abrechnungsfrist Nebenkosten Abnutzung gewöhnlicher Gebrauch Mieter Recht auf Antenne Abstandzahlung an Vormieter Auszug vor Mietende Lebensgefährte in Mietvertrag Mietminderung Badewanne Mietminderung duschen Mietminderung Balkon Definition besenrein Besichtigungsrecht Vermieter Besuchsrecht Mieter Betriebskosten Miete Bleigehalt im Wasser Nebenkosten Dachrinne Dübellöcher Mietwohnung Einbauküche Reparaturen Kündigung Eigenbedarf Gründe Mietminderung undichte Fenster Mietminderung Feuchtigkeit Maklerkosten und Provision Mietwohnung Modernisierung Nebenkosten Müllgebühren Nachmieterklausel im Mietvertrag Mietvertrag Hausordnung Parkettboden Schadensersatz Mietvertrag Parkplatz Renovierungsklauseln Rückgabe Wohnung Kosten Ungezieferbekämpfung Schönheitsreparaturen Klauseln Schneefegen Hausordnung Kündigung Staffelmietvertrag Stromkosten Vermieter Mietminderung Toilette Nebenkosten Gartenpflege Kündigung Mietvertrag Garage Mietminderung Graffiti Erhöhung Grundsteuer rückwirkend grillen auf dem Balkon Schönheitsreparturen Gewerberaum Hausmeisterkosten im Mietvertrag Hundehaltung im Mietvertrag Katzenhaltung im Mietvertrag Mietminderung Heizung wie viele Haustüschlüssel Instandhaltung durch Vermieter Rückzahlung Mietkaution Kleinreparaturklausel im Mietvertrag Ruhestörung durch Kinderlärm Kündigungsverzicht im Mietvertrag Laminat Zustimmung durch Vermieter Mietminderung wegen Hundegebell Lärmbelästigung durch Nachbarn Kündigung WG Wohnung Mängel Wohnung beweisen Minderung Miete Definition Warmmiete und Kaltmiete Mieterhöhung Vergleichswohnung Mietvertrag Schriftform Mietzahlung im Mietvertrag Mieterhöhung Mietspiegel Verschleiß Teppichboden Mietvertrag Treppenhausreinigung Mietminderung wegen Terrasse Erlaubnis zur Untervermietung Rücktritt vom Mietvertrag Erhöhung der Vorauszahlungen Nebenkosten nach Wohnfläche Kündigung gemeinsamer Mietvertrag Rückzahlung Nebenkosten Mietminderung Fogging Anspruch Wasserzähler Kündigung Zeitmietvertrag Nebenkostenabrechnung Programm Ablesetermin Heizung Mieter fristlose Kündigung Mietvertrag Raucherwohnung Schadensersatz Raumtemperatur Mietwohnung Mietminderung wegen Schimmel Wohnfläche im Mietvertrag
bis
Preis und mehr Infos dazu!