Die Provision für die Vermittlung einer Mietwohnung ist rechtlich festgelegt und beträgt laut § 3 Abs. 2 des WoVermG zwei Nettokaltmieten zuzüglich der gesetzlichen Mehrwertsteuer. Die maximale Provisionshöhe beim Kauf einer Immobilie ist nicht gesetzlich geregelt. Sie richtet sich nach der Höhe des Kaufpreises. Üblich sind drei bis sieben Prozent plus gesetzlicher Mehrwertsteuer. Voraussichtlich Mitte 2015 muss derjenige den Makler bezahlen, der ihn beauftragt hat. Seit Juni 2014  können Verträge über Dienstleistungen von Immobilienmaklern, die außerhalb von Geschäftsräumen oder über das Internet sowie per Telefon, E-Mail oder Brief geschlossen wurden, innerhalb von 14 Tagen widerrufen werden. Deswegen muss der Makler seine Kunden schriftlich über ihr Widerrufsrecht belehren. Ansonsten ist die Provision nicht fällig, auch wenn ein Grundstück erworben oder eine Wohnung vermietet wurde. Nur dann, wenn die Maklertätigkeit zu einem Abschluss des Mietvertrages/ Kaufvertrages geführt hat, ist eine Maklerprovision zu zahlen. Hat der Makler nicht vermittelt, sondern nur beraten, so besteht für ihn kein Anspruch auf Provision, wenn nichts anderes vereinbart wurde. LG Coburg, 21.9.2005 – Az: 22 O 383/05 Der Makler hat auch keinen Anspruch auf Provision, wenn er nur das Objekt benennt aber den Verkäufer nicht nachweist. (KG 10 U 3177/98 vom 20.09.99). Wenn der Käufer aber, ohne Wissen des Maklers, selbst herausfindet, wer der Verkäufer ist, muss er trotzdem die Provision zahlen. (OLG Hamm NJW-RR 1999, 632). Eine Maklerprovision muss nicht gezahlt werden, wenn der Kauf nicht zustande kommt, weil eine Gemeinde ein Vorkaufsrecht hat. (BGH WM 1999, 1023).  Das gilt auch, wenn vom Vertrag zurückgetreten wird, weil ein Grundstück nicht bebaubar ist (HansOLG 11 U 10/99 vom 28.05.99), oder die Wirksamkeit des notariellen Kaufvertrags an die Zustimmung des Verwalters geknüpft wird, dieser die Zustimmung jedoch verweigert (LG Düsseldorf 21 S 685/97 vom 14.10.97), oder der Kaufvertrag erfolgreich wegen Arglist oder Irrtum angefochten wird (HansOLG 11 U 176/96 vom 02.06.98).     Dagegen bleibt die Pflicht zur Zahlung einer Provision bestehen, wenn die Verhandlungen zwischen Käufer und Verkäufer zunächst scheitern, dann aber erfolgreich verlaufen, nachdem der Verkäufer den Kaufpreis gemindert hat und selbst - ohne Makler also - nochmal inseriert, woraufhin sich der ehemalige Interessent wiederum meldet und kauft (BGH WM 1999, 1020). Soweit die Informationen des Maklers nicht zu einem Kauf des Objekts durch seinen Kunden, sondern durch Dritte führen, wird der Maklerkunde provisionspflichtig, so bspw. im Fall der vertragswidrigen Weitergabe von Informationen oder bei familiären Verflechtungen zwischen dem Kunden und einem Dritten (OLG Frankfurt 17 U 123/96 vom 03.08.99).
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