Eine Klausel im Mietvertrag, die besagt, dass der Mieter grundsätzlich für die Erneuerung (Versiegelung) des Parketts zuständig ist, ist unwirksam. Denn das beinhaltet auch die die Pflicht, das Parkett zu erneuern, wenn keine schuldhafte Beschädigung vorliegt. (AG Münster). Ist die Mietwohnung mit Parkettboden oder Teppichboden vermietet, ist der Vermieter nämlich für die Erneuerung der Fußböden verantwortlich, wenn diese verschlissen sind. Ausbesserungen oder der Austausch von Parkettboden oder Teppichboden gehört auch nicht zu den Schönheitsreparaturen oder Renovierungsarbeiten, die per Mietvertrag auf den Mieter abgewälzt werden können. Oberlandesgericht Hamm Ein Parkettfußboden ist erfahrungsgemäß alle 15 -20 Jahre abzuschleifen und neu zu versiegeln. Und ein PVC-Boden (Linoleum) hat eine durchschnittliche Lebensdauer von 9 - 10 Jahren (LG Wiesbaden). Quelle: Deutscher Mieterbund Auch in einer unrenovierten Altbauwohnung können Mieter einen bestimmten Mindeststandard erwarten. Dazu gehören eine ausreichende Stromversorgung und eine Steckdose im Badezimmer. Dafür müssen es die Mieter aber auch hinnehmen, wenn in einem Altbau das Parkett knarrt. Das Abschleifen und Versiegeln des Parketts ist keine Schönheitsreparatur. Diese Arbeiten gehören grundsätzlich nicht zu den Schönheitsreparaturen, die dem Mieter im Mietvertrag durch eine entsprechende Klausel aufgegeben werden kann. Handelt es sich um normale Abnutzung, ist der Mieter nicht verpflichtet, das Parkett abschleifen und versiegeln zu lassen, und das auch dann nicht, wenn etwas anderes im Mietvertrag vereinbart worden sein sollte. Ein ausziehender Mieter, der vorhandenes Parkett aber verunreinigt oder schuldhaft beschädigt hat, ist verpflichtet, das Parkett in der Wohnung zu reinigen, oder abzuschleifen und neu zu versiegeln. LG Osnabrück Verlegt der Mieter auf dem Parkett einen Teppichboden, so hat er diesen beim Auszug wieder zu entfernen. Wurde dabei das Parkett (z.B. durch Teppichkleber) beschädigt, ist er schadensersatzpflichtig und muss - je nach Einzelfall - das gesamte Parkett abschleifen und neu versiegeln lassen.

Es muss beim Schadensersatz aber

immer das Alter des Parkettbodens

berücksichtigt werden.

Beim Schadensersatz in Geld, muss nur der Zeitwert gezahlt werden. Also, Abzug neu für alt. Urteile: Für Kratzer im Eingangsbereich am Parkett in  einer Wohnung muss der Mieter keinen Schadensersatz leisten, da dieser Bereich einer erhöhten Abnutzung unterliegt. Ä.a OLG Düsseldorf Ob Kratzspuren von Hunden und Katzen zu Schadensersatz führen, kommt darauf an, ob Tierhaltung genehmigt war und ob, diese Kratzer hätten verhindert werden können. Etwa durch das Auslegen von Teppichen. AG Koblenz  und LG Koblenz Kratzer im Parkett die durch einen Bürostuhl mit Rollen entstanden sind, muss der Mieter beseitigen oder entschädigen. Hier kann verlangt werden, dass unter den Stuhl eine Unterlage gelegt wird. LG Dortmund Das gilt nicht bei Gewerberäumen. Hier zählt das zu einer normalen Abnutzung. AG Leipzig Kratzer durch Möbelrücken müssen entschädigt werden, wenn keine Vorsorgemaßnahmen ergriffen wurden, um diese zu vermeiden. Etwa durch besondere Vorsicht oder Unterlagen. Mieter haftet für Schäden durch Hund – LG Koblenz Auch wenn der Vermieter die Haltung eines Hundes in der Mietwohnung gestattet hat, muss der Mieter die Wohnung möglichst schonend behandeln und alles unterlassen, was Schäden verursachen könnte. Demnach muss der Mieter den Schaden ersetzen, den sein Hund, ein Labrador, dadurch verursacht hat, dass er mit seinen Krallen den Parkettboden in der ganzen Wohnung verkratzt hat. Der Mieter ist es zuzumuten Maßnahmen zu ergreifen, dass Schäden vermieden werden können. So etwa, dass der Hund sich nur in bestimmten Räumen aufhalten darf und das Auslegen von Teppichboden.
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