Lässt sich eine Terrasse von der Wohnung aus erreichen, so gilt sie als mitvermietet, es sei denn, dass im Mietvertrag eine andere Regelung getroffen wurde. Kann ein Mieter seine 20 qm große Terrasse nicht benutzen, so ist er zu einer Mietminderung in Höhe von 15 Prozent berechtigt.  AG Eschweiler Voraussetzung ist natürlich, dass der Mieter nicht selbst schuld an der NIcht-Benutzbarkeit der Terrasse ist. Mieter dürfen einen unauffälligen Sichtschutz (AG Köln 212 C 124/98) oder ein Rankengitter (AG Schöneberg 6 C 360/85) anbringen. Sie müssen darauf achten, dass das Mauerwerk nicht beschädigt wird. Soll eine Markise installiert werden, wird die Zustimmung des Vermieters benötigt. Mieter dürfen auf Balkon und Terrasse rauchen, selbst wenn ein Nachbar sich durch den Zigarettenqualm gestört fühlt (AG Bonn), und sie dürfen die Wäsche trocknen. Mietern darf das Rauchen auf ihrem Balkon seit einer Entscheidung des BGH in Karlsruhe aber zeitweise untersagt werden. Laut BGH müsse in  einem Nachbarschaftsstreit der Richter vor Ort prüfen, ob der Zigarettenrauch vom Balkon darunter wesentlich stört. Ist das der Fall, hat der Richter nach dem Gebot der gegenseitigen Rücksichtnahme zu entscheiden. Blumenkübel dürfen auf Balkon oder Terrasse aufgestellt werden. Grundsätzlich gilt das auch für Blumenkästen oder Blumentöpfe. Voraussetzung ist, dass die Blumenkästen ordnungsgemäß befestigt sind, so dass sie auch bei starkem Wind nicht herabstürzen und Passanten oder Nachbarn gefährden können. Ebenso muss ein Mieter darauf achten, dass auslaufendes Wasser, zum Beispiel Gießwasser, nicht die Fassade, andere Gebäudeteile oder die "unten" wohnenden Nachbarn beeinträchtigt. Sind diese Vorgaben erfüllt, dürfen die Blumenkästen normalerweise auch an der Außenwand des Balkons angebracht werden (AG München). Für die Reinigung des Balkons ist natürlich der Mieter zuständig. Hierzu gehört nach Ansicht des LG Berlin auch das Säubern des Abflusssiebes. Kommt es zu übermäßig starken Verschmutzungen durch Tauben muss unter Umständen der Vermieter einschreiten und die "Taubenplage" bekämpfen (BayObLG). Neubau mit nicht fertiger Wohnung und die Terrasse ist nicht benutzbar berechtigen zu 30 Prozent Mietminderung. AG Potsdam, Das AG Potsdam hat auch entscheiden, ist eine Terrasse wegen Bauarbeiten nicht nutzbar, dann ist eine Mietminderung in Höhe von 5% möglich. Das AG Eschweiler hat 15 Prozent Mietminderung bei Bauarbeiten auf Terrasse oder Balkon im Sommer zugelassen. Steht im Mietvertrag, dass eine Terrasse zur Wohnung gehört, begründet eine fehlende Terrasse oder eine nicht nutzbare Terrasse eine Mietminderung. Die Wohnfläche einer Wohnung umfasst nämlich auch die Grundfläche aller Räume einschließlich Wintergärten, Balkone, Dachgärten und Terrassen (BGH ). Bis  2004 wurden Terrassen und Balkonen zur Hälfte berücksichtigungsfähig. (BGH ). Nach 2004  werden die Grundfläche von Terrassen und Balkonen in der Regel zu einem Viertel zu berücksichtigt, höchstens jedoch bis zur Hälfte.
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