Es  kann bei der Beendung einer Partnerschaft jeder Partner vom anderen verlangen, dass er der Kündigung des Mietverhältnisses über die gemeinsam genutzte Wohnung zustimmt, wenn es für ihn aufgrund des Mietvertrages sonst nicht möglich ist, das Mietverhältnis zu beenden. Die Beendigung des Mietverhältnisses bezüglich der gemeinsamen Wohnung bedeutet nicht zwangsläufig, dass der betroffene Mieter ausziehen muss. Er kann nach Absprache mit dem Vermieter das Mietverhältnis alleine fortsetzen. Oberlandesgericht Köln (v. 21.06.1999); Az.: 16 W 16/99 Der Vermieter kann nur in wenigen Ausnahmesituationen verplichtet werden, der Kündigung von nur einem Partner zuzustimmen. Das könnte z.B. körperliche Gewalt sein. Aif die komplette Mietzahlung hat er trotzdem Anspruch. Der Partner, der in der Wohnung bleibt, muss dann die Miete alleine zahlen. Haften beide Ehepartner gemeinsam, d.h. gesamtschuldnerisch für Verbindlichkeiten (z.B. Kredit, Miete) und leistet nach erfolgter Trennung nur einer Zahlungen, so kann er grundsätzlich vom anderen den hälftigen Ersatz verlangen. Ein Ehepartner, der nach der Scheidung aus der gemeinsamen Wohnung auszieht, muss für einen gewissen Zeitraum weiterhin für die Miete haften; so das Oberlandesgericht Karlsruhe. Wird ein Ehepartner/Mieter aus dem Mietvertrag entlassen, weil die gemeinsame Wohnung wegen der Ehescheidung dem anderen Partner zugewiesen worden ist, so darf der Vermieter hierdurch nicht benachteiligt werden. Es muss gewährleistet sein, dass er weiterhin die vertraglich vereinbarte Miete erhält. Oberlandesgericht Karlsruhe; Az.: 2 UF 52/97 Weist das Familiengericht nach dem am 01.01.2002 in Kraft getretenen Gewaltschutzgesetz einer verheirateten Frau wegen ständiger Gewalttätigkeiten ihres Ehemanns die vormals gemeinsame Wohnung zur alleinigen Nutzung zu und wird dem Ehemann das Betreten der Wohnung gerichtlich untersagt, ändert das nichts an dessen mietvertraglicher Verpflichtung zu Mietzahlung. Urteil des AG Ludwigsburg 10 C 1517/04 Im Rahmen der Trennung ist durch die Ehepartner zu klären, ob die Ehewohnung von beiden oder nur noch von einem Ehegatten weiter bewohnt wird. Dabei ist zu beachten, dass die Ehegatten unabhängig davon, wer die Ehewohnung bewohnt, gemeinsam gegenüber dem Vermieter für die Miete haften, soweit der Mietvertrag von beiden Ehegatten unterzeichnet worden ist. Es sollte deshalb bei dem Vermieter darauf hingewirkt werden, dass der Teil, der die Ehewohnung nicht mehr bewohnt, aus dem Mietvertrag entlassen wird. Die Entscheidung hierüber steht jedoch dem Vermieter zu. Lehnt der Vermieter die Entlassung aus dem Mietvertrag ab, so kann man sich nur aus dem Vertrag lösen, wenn beide Ehegpartner das Mietverhältnis gemeinsam kündigen. Trennen sich die Partner einer nichtehelichen Lebensgemeinschaft, steht demjenigen, der in der gemeinsamen Mietwohnung bleibt, ein Ausgleichsanspruch für 6 Monate gegen den ausziehenden Ex-Lebenspartner zu (OLG Schleswig Az. 14 U 108/97).
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