Mietminderung wegen Schimmel Ist umstritten, ob Baumängel oder falsches Mieterverhalten Ursache für Feuchtigkeitsschäden sind, muss der Vermieter beweisen, dass die Ursache aus dem Mieterbereich kommt (BGH XII ZR 272/97 NZM 2000, 549). Der  Vermieter muss dem Mieter also nachweisen, dass er für den Schimmel verantwortlich ist. Zum Beispiel durch falsches Lüften. Ein Baumangel kann auch darin liegen, dass nachträglich ein Isolierglasfenster in die Mietwohnung eingebaut wird, und dann die Außenwände die schlechteste Außenisolierung aufweisen (LG Berlin 64 S 320/99 GE 2001 1133). Erfordert der Einbau neuer Isolierglasfenster eine Änderung des Lüftungsverhalten, dann muss der Vermieter den Mieter darauf hinweisen und aufklären, dass der Mieter jetzt anderes lüften muss. (LG Gießen 1 S 63/00 ZMR 200, 537). Durch eine mangelhafte Information des Mieters hat der Vermieter zumindest ein Mitverschulden von 50 % an der Schimmelbildung, wenn er den Mieter nicht zur Änderung seines Lüftungsverhaltens nach Einbau neuer Fenster aufgefordert hat (LG Berlin 65 S 94/99, GE 2000, 124). Der Mieter darf während seiner Abwesenheit die Heizung herunterdrehen, er muss nachts nicht durchheizen, er ist nicht verpflichtet, durch übermäßiges Heizen einen Baumangel auszugleichen (LG Braunschweig 6 S 249/96 WM 98, 250). Vom Mieter nicht zu verantwortender erheblicher Schimmelpilzbefall und die Durchfeuchtung wesentlicher Wohnräume berechtigen zur fristlosen Kündigung wegen Gesundheitsgefährdung (AG Köln 206 C 29/00 WM 2003, 55) Feuchte Wände und Schimmelflecken sind immer Mängel der Mietsache, sie beeinträchtigen das Wohlbefinden des Mieters und sind gesundheitsschädlich (OLG Zelle 2 UH 1/84 WM 85, 9). Drohen Feuchtigkeitsschäden durch zu geringes Heizen und Lüften und ist der Mieter für den Mangel verantwortlich, scheiden Mietminderungen aus. Für eine ordnungsgemäße Belüftung reicht es aus, dass morgens zweimal und abends einmal quergelüftet wird (OLG Frankfurt 19 U 7/99 NZM 2001, 39). Für eine ordnungsgemäße Belüftung reicht es aus, dass morgens zweimal und abends einmal quergelüftet wird (OLG Frankfurt 19 U 7/99 NZM 2001, 39). Die Bildung von Schimmel und Feuchtigkeit stellt dann einen zur Mietminderung berechtigenden Mangel dar, wenn der Mieter sie nicht zu verantworten hat (LG Lüneburg 6 S 70/00 WM 2001, 465). Mietrechtlich  ist Schimmel in der Wohnung ein Mangel und kann zur Minderung der Miete oder auch zur Kündigung des Mietverhältnisses berechtigen. Die Gerichte bewerten Schimmelpilz als einen "erheblichen Mangel", der zur Minderung berechtigt und gehen bei großflächigem Schimmelbefall zumeist von einer erheblichen Gesundheitsgefährdung aus, die Mieter neben der Mietminderung auch zur fristlosen Kündigung berechtigt ( AG Neukölln - 6 C 586/99 ). Allein die Möglichkeit, dass sich auf Grund einer Schimmelpilzbildung Sporen in der Raumluft befinden, stellt noch keine konkrete Gesundheitsgefährdung dar und reicht zur außerordentlichen fristlosen Kündigung nicht aus. Voraussetzung für eine fristlose Kündigung nach § 569 Abs. 1 BGB ist eine erhebliche Gefährdung der Gesundheit. Die Mieter müssen darlegen und beweisen, dass festgestellte Schimmelpilze tatsächlich toxinbildend sind und dass sich toxische Stoffe in der Atemluft befinden. Ein einfaches ärztliches Attest, das ohne Laboruntersuchung erstellt ist, reicht nicht aus (KG - 8 U 124/02 -; - 12 U 1493/00 -).
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