Geringfügige Rauchentwicklung und Grillgerüche bei einer Grilldauer von ca. 6 Stunden im Jahr oder dreimal im Jahr müssen die Nachbarn im  allgemeinen dulden. LG Stuttgart Ein wiederholter Verstoß gegen das Grillverbot trotz Abmahnung berechtigt den Vermieter unter Umständen zur fristlosen Kündigung. LG Essen

Entsteht  zu viel Qualm kann das einen Verstoß gegen das

Landesimmissionsschutzgesetz bedeuten und ein Bußgeld

nach sich ziehen. OLG Düsseldorf

Das „Löschen“ des Grills gegen den Willen des grillenden Mieters unter Zuhilfenahme eines Eimers mit Putzwasser, ist eine Sachbeschädigung; das damit verbundene Wortgefecht eine Beleidigung. ( AG München Der Mieter darf zwar auf dem Balkon grillen, die Nachbarn dürfen aber dadurch nicht beeinträchtigt werden. Der Mieter muss sicherstellen, dass  Grill- und Essensgerüche nur in zumutbarem Umfang in die Wohnräume des Nachbarn hineinziehen. Dringt der beim Grillen im Freien entstehende Qualm in die Wohn- und auch Schlafräume von Nachbarn ein, so stellt das eine erhebliche Belästigung der Nachbarn dar 5 Grillfeste im Jahr auf Holzkohlefeuer, zumindest dann, wenn der Grill am Ende des Gartens aufgebaut wird (BayObLG) ist erlaubt.

 (LG Aachen) Das Grillen im Sommer 2 x im Monat zwischen 17.00 Uhr und 22.30 Uhr im

hinteren Teil des Gartens, falls ein solcher vorhanden ist, ist erlaubt.

 (LG Essen) es kann ein absolutes Grillverbot – sowohl auf Holzkohlengrill als auch auf einem Elektrogrill – verhängt werden, wenn das Grillen in der Vergangenheit immer zu erheblicher Belästigung durch Qqalm geführt hat. Dreimal im Jahr oder sechs Stunden im Jahr darf zum Beispiel auf der Terrasse gegrillt werden (LG Stuttgart) Wird im Garten eines Mehrfamilienhauses eine Grillparty gefeiert und dringt der beim Grillen entstehende Qualm in konzentrierter Weise in die Wohnräume eines Nachbarn, muss er dies regelmäßig nicht hinnehmen (OLG Oldenburg, eine Ordnungswidrigkeit liegt vor und kann mit einer Geldbuße geahndet werden (OLG Düsseldorf).

Ist im Mietvertrag ausdrücklich vereinbart, dass auf dem Balkon eines

Mehrfamilienhauses nicht gegrillt werden darf, ist dieses Verbot wirksam.

Mieter müssen sich daran halten, dürfen nach Darstellung des Deutschen Mieterbundes nicht grillen LG Essen.      
Es gibt kein Gesetz, in welchem geschrieben steht, ob grillen auf dem Balkon erlaubt ist oder nicht. Und es gibt auch keine gesetzlichen Regelungen, aus denen hervorgeht, wann, wo, wie lange und wie gegrillt werden kann. Entweder ist das der Hausordnung zu entnehmen oder dem Mietvertrag. Ansonsten können Urteile aus der Vergangenheit richtungsweisend sein, ob und in welchem Umfang das Grillen auf dem Balkon und der Terrasse erlaubt ist.

Urteile:

Das Grillen ist in der Zeit von April bis September ein Mal im Monat auf dem Balkon zulässig, wenn die benachbarten Mitmieter 48 Stunden vorher darüber informiert werden. AG Bonn Auf der Terrasse, im Garten und auf dem Balkon darf in einem angemessenen Umfang gegrillt werden. Grillen stellt in einer multikulturellen Freizeitgesellschaft, eine übliche und im Sommer gebräuchliche Art der Zubereitung von Speisen dar.
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